Herzlich Willkommen am Biohof Stampfbauer


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Der Stampfbauer (urkundlich seit 1632) wurde 2008 von uns (Olivia & Tobias) übernommen.
Wir sind ein Selbstversorger-Hof, der allergrößten Wert auf nachhaltige Qualität und glückliche, mehr als nur artgerecht gehaltene Hof-Tiere legt.
Wir verkaufen das, was wir selbst erübrigen können. Und zwar genau so, wie wir es selbst haben wollen.
Wir glauben - ganz ehrlich - es geht nicht besser.

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Unsere österreichischen Landgänse


Österreichische Landgans-Familie beim Stampfbauer in Puchberg
Picture by T. Micke
Wenn Sie zu Martini oder zu Weihnachten ein Gansl essen, dann stammt dieses mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus einem Mastbetrieb. Auch Bio-Weidegänse stammen allermeistens aus Mastbetrieben, die Kücken im Alter von einem Tag aus Lege-Höfen ankaufen, wo Gänse nur zum Zweck des Eierlegens gehalten werden. Diese Tiere wurden auch schon speziell in diese Richtung gezüchtet, sodass sie gar keinen natürlichen Brutinstinkt mehr haben, also auch nicht mehr in der Lage wären, die von ihnen gelegten Eier auszubrüten und später die Gössel zu führen. Die Eier werden unter der Wärmelampe ausgebrütet. Durch das Ankaufen solcher Gössel (Gänsekücken) im "Babyalter" werden daraus nach den Regeln der EU bis zum Herbst Bio-Weidegänse.
Von der Art der Haltung und Aufzucht her ist das (leider) schon fast das beste, das man sich erwarten darf, wenn man nach artgerecht aufgezogenen Gänsen Ausschau hält.

Aber es geht noch besser. Wir züchten auf unseren Hof "Österreichische Landgänse", eine gefährdete Nutztierart, die fast ausgestorben ist, weil die teils graue Federfarbe dieser ehemals klassischen und bei uns weit verbreiteten Bauernhof-Gans für Daunen nicht erwünscht war. Diese eleganten, absolut flugfähigen Gänse wurden einfach nicht mehr nachgefragt.

Die Österreichische Landgans ist so ursprünglich (und genetisch recht nah an der Wildgans), dass sie ihre Eier nicht nur legt, sondern auch brav ausbrütet. Die Gänseweibchen magern dabei - wie in der Natur üblich - ganz schön ab, weil sie das Nest mit den Eiern nur selten verlassen und es auch gegen vermeintliche Eindringlinge mit viel Herz verteidigen. Auch die Väter zeigen Löwenmut, wenn man sich dem Nest zu sehr nähert, und sie brüten auch gelegentlich statt der Weibchen.

Die Eier werden im Winter gelegt, die Gössel schlüpfen im Frühjahr und werden dann liebevoll von den Eltern geführt.

Auf unserem Hof sind im ersten Jahr (2017) ein Dutzend Gössel von zwei Elternpärchen (Martin & Mimi sowie Gustav & Gisella) geschlüpft. Und bis in den Herbst hat sich eine hübsche (ziemlich laute) Gänseschar auf unseren Streuobstwiesen vergnügt.

Nach Martini wurde es natürlich wieder deutlich ruhiger auf unserem Hof. Aber das ist der Lauf der Dinge. Und da wir uns im Sommer täglich um die Tiere kümmern und wissen, was sie für ein gutes Leben führen, fällt der Abschied - so komisch das vielleicht klingen mag - nicht ganz so schwer. Weiterlesen bei Gänsefleisch.


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